Silber und Bronze für Deutschland bei UWR-EM in Helsinki
Sowohl die deutschen Damen- als auch die deutsche Herrenmannschaft im Unterwasser-Rugby (UWR) reisten als Titelverteidiger nach Helsinki zur EM. Mit von der Partie waren gleich 2 Damen, die auch mit dem Tauchclub Heilbronn verwurzelt sind: Julia Weissenberger und Stephanie Popp.
Die Damenmannschaft um Nationaltrainer Jörg Oertel und Tanja Scherer gewann in Helsinki souverän die Vorrunde. Im Halbfinale setzten sich die Damen dann mit einem 1:0 gegen Finnland durch und standen im Finale Norwegen gegenüber. Die beiden Rivalen sind gleichzeitig auch die erfolgreichsten Teams, was eine ausgeglichene und spannende Begegnung versprach. Die deutschen Damen ließen sich nach einem Führungstreffer der Norwegerinnen kurz vor Ende der ersten Halbzeit nicht aus der Ruhe bringen. Über lange Phasen hatte das deutsche Team die Norwegerinnen auch in der 2. Hälfte im Griff, lediglich ein Torerfolg blieb aus. Das Spiel wurde mehr und mehr ein Schlagabtausch, wobei Norwegen kurz vor Ende den 2:0 Siegtreffer landete. Damit zieht Norwegen mit Deutschland gleich und wird zum 4.Mal Europameister. Deutschland gewinnt Silber.
Die deutschen Herren unter Bundestrainer Wilhelm Nier zeigten nach ihrem Gruppensieg eine Superleistung im Halbfinale gegen Norwegen – allerdings ohne Lohn für das packende Spiel. Nach der Verlängerung und dem Golden Goal mussten sie sich mit einem 0:1 gegen den späteren Sieger Norwegen denkbar knapp geschlagen geben. Im Spiel um die Bronzemedaille gegen Schweden zeigte sich das Team dann von Anfang an konzentriert und ging bereits früh in Führung. Das 3:0 kurz vor der Halbzeitpause nutze das deutsche Team nocht als Ruhepolster sondern erhöhte den Spielstand auf einen 6:0 Sieg am Ende gegen Schweden – der höchste Sieg gegen Schweden in der Nationalmannschaftsgeschichte und mit der Bronzemedaille eine gelungene Frustbewältigung nach dem verpassten Einzug ins Finale.
Der Endstand im Überblick:
Damen: 1. Norwegen, 2. Deutschland, 3. Schweden, 4. Finnland, 5. Türkei, 6. Dänemark, 7. Österreich, 8. Spanien
Herren: 1. Norwegen, 2. Dänemark, 3. Deutschland, 4. Schweden, 5. Türkei, 6. Finnland, 7. Spanien
Ein paar Bilder gibts hier: